Projekte

Guide to Reality

Guides to Reality (AT)”: eine immersi­ve Veranstaltung, die Musiktheater, Hörspiel, Game und Scripted Reality ver­bin­det.
In die­sem 70-minütigen Stück spie­len das Kuss Quartett und Sarah Maria Sun, unterstützt durch hoch­wer­ti­ge Silent-Disco-Kopfhörer und DigitAize-Fingerboard-Controller.

GUIDES TO REALITY stellt das Konzertszenario auf den Kopf, indem es ein genreübergreifendes Format einführt, das die Kunstformen ver­wischt und die Streichquartettmusik von ihrer Historizität löst.
Das Publikum erlebt eine vielfältige Mischung aus noi­si­gen, vir­tuo­sen rhyth­mi­schen Texturen, elek­tro­ni­schen Soundscapes, Podcasts, Covers von Nirvana bis Enno Poppe und neu gesam­pel­tem Streichquartett-Repertoire.

Sarah Maria Sun führt das Publikum als Conférencier durch die Performance und agiert als deren Unterbewusstsein, Vertraute, Feind und als deren Vergangenheit. Ihre Interaktionen schaf­fen Intimität und Intrigen, indem ausgewählte Zuhörer:innen an der Aufführung teil­neh­men. Das Publikum trägt kabel­lo­se Kopfhörer, die ihm die Möglichkeit geben, ver­schie­de­ne Perspektiven zu erkun­den und sich auf die Situation einzulassen.

Die Kopfhörer ermöglichen das Wechseln zwi­schen ver­schie­de­nen Kanälen, so dass das Publikum sei­ne Erfahrungen selbst gestal­ten und gehei­me Nachrichten, Radiosendungen oder alter­na­ti­ve Perspektiven des Events hören kann.
Das Ziel ist eine inter­ak­ti­ve Reise, die die Grenzen der Live-Performance ver­schiebt und das Publikum in das Musiktheater v.2.0 hineinzieht.

Sara Glojnaric, Komponistin ©Mateja Vrčković

Sarah Maria Sun, Sopranistin ©Rüdiger Schestag

Kuss@Kokon

Das Format Kuss@Kokon war eine Initiative während der Pandemie. Wir haben uns als Streichquartett mit Freunden und Wegbegleitern zusam­men­ge­fun­den, die für unse­ren Werdegang beson­ders wich­tig sind, die uns beson­ders beein­flusst haben oder die uns auch überrascht haben. Mit ihnen haben wir uns meh­re­re Tage in Studios ein­ge­schlos­sen, und jeder hat sei­ne, hat ihre Kunstform in die Waagschale gewor­fen, und wir sind dann mit­ein­an­der an die Arbeit gegangen.

Das heißt: Wir haben zum Beispiel einen Mendelssohn-Streichquartettsatz zur Verfügung gestellt, haben ihn gespielt und er wur­de durch Schlagzeug, durch Slam-Poetry oder durch Choreografie, durch Tanz unter­bro­chen.
Wir haben die­sen Satz nicht bebil­dert, son­dern sind ein­an­der mit ver­schie­de­nen Störfaktoren oder genau dem Gegenteil von Störung begeg­net. Das hat so viel Freude gemacht, dar­aus sind so tol­le Ideen gebo­ren wor­den, dass wir uns gedacht haben, ver­schie­de­ne Module zusam­men­zu­stel­len, die wir dann später in Konzerten oder Veranstaltungen wie bei­spiels­wei­se Festivals kom­bi­nie­ren können, je nach Bedarf.

Das nen­ne ich Module: Es sind Konzertteile, Showteile, die sowohl gleich­zei­tig lau­fen können, auf ver­schie­de­nen Ebenen wie innen/ außen oder auf­ein­an­der fol­gend oder eben in einem Raum ver­teilt – je nachdem.

Besetzung & Werke

Force and Freedom

 

Ein Beethoven-Projekt: Zum 250. Geburtstag des Komponisten hin­ter­fra­gen Nico and the Navigators und das Kuss Quartett die ästhe­ti­schen und poli­ti­schen Zwänge und Freiheiten, in denen Beethovens Werk entstand.

 

Abwechselnd beka­men die Besucher Auszüge aus Beethovens Streichquartetten und Adaptionen von Lied-Fragmenten des Komponisten zu hören … In der Kombination mit Tanz, Liedern und Zitaten erschie­nen die Streichquartette Beethovens in einem neu­en Licht … Die atem­be­rau­ben­den Bewegungen der Tänzerin Kawaguchi ver­deut­lich­ten die Ambivalenz der Gefühle, die der Musik inne­woh­nen. In kur­zen Abständen wech­sel­ten sich Verzweiflung, Hoffnung, Leichtigkeit und Schwermut ab … Dazu pass­te auch der krö­nen­de Abschluss der Vorstellung, die „Große Fuge“ Opus 133, in der Beethoven das fest gefüg­te System der Fuge immer wie­der auf­sprengt. Das Publikum zeig­te sich begeis­tert.“ 
SEBASTIAN JUTISZ / RHEIN-NECKAR-ZEITUNG

Mehr Infos und Bilder:

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